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Warum gutes Wasser über guten Tee entscheidet

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Warum gutes Wasser über guten Tee entscheidet
Warum gutes Wasser über guten Tee entscheidet

Wir beschäftigen uns ausführlich mit Teesorten, Herkunft, Ernte und Qualität. Das Wasser behandeln wir dagegen oft wie eine Nebensache.

Dabei besteht eine Tasse Tee zum größten Teil genau daraus.

In der japanischen Teekultur spielt die Wahl des Wassers deshalb eine wichtige Rolle. Denn selbst ein qualitativ hochwertiger Tee kann durch ungeeignetes Wasser deutlich an Geschmack verlieren.

Wasser schmeckt nicht nach nichts

Wer unterschiedliche Mineralwässer nebeneinander probiert, merkt schnell: Wasser ist keineswegs geschmacklos.

Mineralien, Härte und Zusammensetzung beeinflussen, was wir wahrnehmen. Und damit verändern sie auch einen Tee.

Es lohnt sich deshalb, unterschiedliche Wasserarten auszuprobieren und bewusst darauf zu achten, wie sich der Geschmack des fertigen Tees verändert.

Sehr stark mineralisiertes oder geschmacklich auffälliges Wasser kann die feinen Eigenschaften eines Tees überdecken.

Die praktische Konsequenz daraus ist erfreulich unkompliziert: Wenn ein guter Tee zu Hause enttäuschend schmeckt, muss nicht automatisch der Tee das Problem sein.

Ein Wechsel des Wassers kann bereits einen deutlichen Unterschied machen.

Heißer ist nicht automatisch besser

Ähnlich wichtig ist die Temperatur. Wasser möglichst kräftig aufzukochen und anschließend direkt über die Blätter zu gießen, funktioniert nicht bei jedem japanischen Grüntee.

Zwischen den verschiedenen Sorten und Qualitätsstufen gibt es deutliche Unterschiede. Hochwertiger Gyokuro wird beispielsweise mit wesentlich kühlerem Wasser zubereitet als Bancha oder Hojicha.

Auch bei Sencha beeinflusst die Temperatur das Ergebnis erheblich. Bei hochwertigen Qualitäten kann eine niedrigere Aufgusstemperatur dabei helfen, einen zu bitteren oder strengen Geschmack zu vermeiden.

Das zeigt einen grundlegenden Zusammenhang:

Temperatur ist kein Nebendetail der Zubereitung. Sie ist ein Werkzeug zur Steuerung des Geschmacks.

Tee benötigt keine komplizierte Wissenschaft

Auf den ersten Blick wirken genaue Angaben zu Gramm, Temperatur, Wassermenge und Ziehzeit vielleicht etwas streng. Doch eigentlich steckt dahinter ein sehr pragmatischer Gedanke.

Wer die wichtigsten Parameter kennt, kann sie gezielt verändern.
Mehr Temperatur. Weniger Temperatur. Kürzere Ziehzeit. Andere Wassermenge.
Damit wird Teezubereitung nicht komplizierter, sondern nachvollziehbarer.

Auch beim zweiten Aufguss verändert sich die Zubereitung. Da die Teeblätter bereits Wasser aufgenommen haben, kann die Ziehzeit deutlich kürzer ausfallen.

Das vielleicht Interessanteste daran: Guter Tee verlangt nicht zwangsläufig mehr Aufwand. Er verlangt hauptsächlich etwas Aufmerksamkeit.

Denn manchmal liegen zwischen einer bitteren und einer ausgewogenen Tasse nur wenige Grad Celsius, deshalb finden Sie bei allen unseren Tees im Shop die ideale Wassertemperatur für den besten Geschmack.

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